Vergangenen Montag war der Sprit mal nach langer Zeit wieder mal besonders günstig: 1,239 EUR.
Wie viele andere auch fand ich den Preis sehr verlockend und fuhr die Tankstelle an, reihte mich in die Schlange ein.
Vor mir ca. 5 Fahrzeuge unter denen zwei dicke Mercedes Benz – Offroader standen. Irgendwann wurde mir klar, dass die beiden zusammengehörten… Also wartete ich bis der erste voll war. Nach der einen oder anderen Minute machte es „Klack“. Aber der vermutlich 150l-Tank war dem Besitzer noch nicht voll genug… Also drückte er noch zart am Zapfhahn. Okay, das mache ich auch manchmal aber was jetzt kommt übertraf alles! Er schüttelte sein Auto am Dachgepäckträger, damit NOCH mehr reinpasst. Wieder ein paar Minütchen weniger… Bezahlen…. und dann dasselbe beim Auto der Frau… Danach hatte ich schon fast die Oberkrise als folgendes passierte: Nach der Volltank-Rüttel-Prozedur öffnete sie den Kofferraum und holte 4 Kanister herraus…

War schon sehr komisch zu sehen, wie Menschen die für ein Auto gut 50.000 € ausgeben und um jeden Tropfen billiges Benzin „kämpfen“ müssen…

Viele Grüße & gute Nacht,
Hannes

schwein

Die Schweinegrippe Impfung, ein großer Thema zur Zeit…

Interessant ist ja zum Beispiel, dass der Impfstoff einen Impfverstärker namens Squalen enthalten soll:

„Squalen, ein sehr gefährliches Adjuvans, zu dem der Vizepräsident der Bundesärztekammer Dr. Montgomery sagt, er wolle niemanden Angst machen, aber das Adjuvans sei nicht ausreichend getestet.
Squalen kann Autoimmunität induzieren. Autoimmunkrankheiten von Organen wie Herz, Lunge, Nieren enden auch heute letztendlich immer tödlich, sie sind unheilbar. Squalen steht wissenschaftlich in dringendem Verdacht, Mitursache oder sogar Ursache des „gulf war-syndromes“ zu sein. Squalen induziert anti-squalen-Antikörper und als Konsequenz einer Impfung mit einem Impfstoff, der Squalen enthält, kann es zur Bildung von Anti-Squalen-Antikörpern kommen, die eng mit der Pathologie des Golf-Krieg-Syndroms assoziiert sind.“ (www.toxcenter.de)

oder auch die Rheinische Post schreibt:

In den USA ist Pandemrix NICHT zugelassen. Eine Zulassung ist wegen der Inhaltsstoffe dort (vorerst) auch nicht zu erwarten. Dort wird ein anderer Impfstoff verimpft. Adjuvantierte Impfstoffe, etwa mit AS03, werden dort nicht ohne Not (nur mit Notverordnung) eingesetzt.
AS03 enthält als wesentlichen Inhaltsstoff Squalen, die in begründetem Verdacht stehen, Autoimmunerkrankungen auszulösen.
In Wikipedia heisst es dazu u.a.: „Eine Studie, die im Jahr 2000 im American Journal of Pathology veröffentlicht wurde, wies darauf hin, dass eine einzige Injektion des in Impfstoffen als Verstärkersubstanz (Adjuvans) verwendeten Squalens bei für Arthritis empfänglichen Ratten eine chronische, immunvermittelte Entzündung bzw. eine rheumatoide Arthritis auslösen konnte.“

Dann doch lieber eine Grippe als schwere unheilbare Folgen in ein paar Jahren…

Zudem munkelt man ja schon von Schweinegrippetoten trotz Impfung in Schweden..

Andererseits gibt es wahrscheinlich auch genug Stimmen, die für eine Impfung sprechen. Denn so wie das Thema in den Medien behandelt wird, kann es ja nur zu Verunsicherung führen und so denke ich, muss jeder für sich eine Entscheidung treffen.

 

Und noch ein kleines Zitat meiner Krankengymnastin :-) : Irgendwann wachsen Menschen 2 Köpfe vor lauter Impfungen ;-)

Heidi

Heute sitze ich wieder am PC und bearbeite das Urlaubsvideo aus Boston. „Mama, kannste mir Kaffee aus Holland mitbringen?!“ „Klar, kein Problem!“
Ich entscheide mich spontan für einen Urlaub in Belgien oder ich fliege nach Spanien um den Jakobsweg zu laufen.
Alles normal! Total normal!

Vor 20 Jahre war das für viele Menschen in Deutschland nicht so normal…

Heute vor 20 Jahre war ein ganz besonderer Fall… der Fall der Mauer, die die DDR und die BRD voneinander trennten.

Wie fing das Ganze denn an?

In Leipzig wurden seit Anfang der 80er Jahre in der Nikolaikirche und anderen Kirchen in der Messestadt jeden Montag das Friedensgebet organisiert. Christen haben gemeinsam für Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit gebetet.
Anschließend gingen die Menschen auf die Straße und demonstierten.

Am 9.November 1989 fiel dann die Berliner Mauer und die Grenzen waren offen.
Ein, wie ich ich finde, sehr bewegendes Beispiel wie wir mit unserem Glauben Berge verrsetzen können.

Wenn ich heute den Fernseher anstelle sehe ich egal welches Programm ich wähle nur Mauer, Mauer, Mauer… Berichte über den Mauerfall, die DDR und alles was damit zu tun hat auf.
Bei Galileo wurde eine Umfrage gezeigt, was Westdeutsche und Ostdeutsche übereinander denken. Ist das wichtig? Ist das nicht egal? Warum muss man sich 20 Jahre nach dem Mauerfall mit solchen Themen beschäftigen? Warum werden mit diesem Hype Menschen infiziert die beim Fall der Mauer wie ich 2 oder 3 Jahre alt waren? Warum werden in dieser Zielgruppe an mancher Stelle „Hass“ für Mitbürger geschürt? Das verstehe ich nicht.

Lasst uns an die Menschen denken, die diese Freiheit, die wir Deutschen heute alle haben nicht kennen und nicht genießen können und an die, die von ihrem Regime unterdrückt werden!

einigen Jahre (ich glaube es ist so ca. 13 Jahre her) bin ich in Leipzig zum Bäcker um die Ecke gegangen und habe mir ein Reformationsbrötchen gekauft. Lecker!

Damals kaufte ich sie, heute muss ich sie selber machen, da man sie nur in Leipzig und Umgebung kennt! Mit meiner Schwester haben wir heute nachmittag in der Küche gestanden.

Hier das Ergebnis & Rezept:

Reformationsbrötchen
Für ca. 10 Reformationsbrötchen:

500 g Mehl
40 g Hefe
30 g Zucker
250 ml Milch
50 g Butter
50 g süße Mandeln, gehackt
100 g Rosinen
1 TL abgeriebene Zitronenschale
1 EL Zitronat, gehackt
200 g Konfitüre, möglichst Erdbeer Puderzucker

Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte Hefe, Zucker und 8 EL von der Milch geben, vermischen und mit etwas Mehl bestreuen. Warm stellen, bis der Vorteig schön aufgegangen ist. Mit der weichen Butter, Mandeln, Rosinen, Zitronenschale und Zitronat vermengen, die Milch zugeben und alles zu einem teig verarbeiten. Gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. Kneten, ausrollen und Vierecke von 12 x 12 cm ausrädeln. Die Ecken einschlagen, so daß die Spitzen in der Mitte zusammenstoßen. In die Mitte je einen TL Konfitüre geben, nochmals gehen lassen und im vorgeheizten Backofen bei 200 – 220 Grad 20 Min. backen lassen. Mit Puderzucker bestreuen.

Mehr Infos bei Wikipedia.

Viel Spaß beim Backen!

Hannes

Zutaten für Portionen

500 g Mehl
40 g Hefe
30 g Zucker
250 ml Milch
50 g Butter
50 g Mandel(n), süße, gehackt
100 g Rosinen
½ Zitrone(n), davon die Schale abgerieben
1 EL Zitronat, gehackt
200 g Konfitüre, möglichst Erdbeer
Puderzucker


Rezeptstatistiken

47031 (4461)* gelesen
279 (17)* gespeichert
2467 (382)* gedruckt
63 (11)* verschickt
* nur in diesem Monat

 

Zubereitung

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// Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte Hefe, Zucker und 8 EL von der Milch geben, vermischen und mit etwas Mehl bestreuen. Warm stellen, bis der Vorteig schön aufgegangen ist. Mit der weichen Butter, Mandeln, Rosinen, Zitronenschale und Zitronat vermengen, die Milch zugeben und alles zu einem Teig verarbeiten. Gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. Kneten, ausrollen und Vierecke von 12 x 12 cm ausrädeln. Die Ecken einschlagen, so dass die Spitzen in der Mitte zusammenstoßen. In die Mitte je einen TL Konfitüre geben, nochmals gehen lassen und im vorgeheizten Backofen bei 200 – 220 Grad 20 Min. backen lassen. Mit Puderzucker bestreuen.

Erschöpft liege ich nun auf der roten Couch und genieße das warme Zimmer! Es ist bitterkalt da draußen!
Heute vormittag sind wir zum deutschen Bundestag gegangen und haben uns dann in die Schlange zur Besteigung der Glaskuppel gestellt. Nach zwei Stunden stehen kam mir dann die Idee eine leckere warme Bockwurst zu kaufen. Leider kein Verkäufer oder Verkaufsstand in der Nähe. Also weiterwarten bis wir dann nun endlich eingelassen wurden.
Drinnen angekommen genoss ich erst mal die Wärme und lief dann durch die Sicherheitskontrolle.
Nun gehts weiter mit einem Fahrstuhl nach oben zur Glaskuppel des Bundestages. Sieht schon ziehmlich cool aus die Kuppel. Mehr konnt man leider nicht ansehen.
So gingen wir dann am Potsdamer Platz zu Subway und dann drei Türen weiter zu Starbucks.
Dort wieder von den kalten 9 °C aufgewärmt, spazierten wir noch ein bisschen durch Berlin um dann wieder in das Heim unserer Gastgeber einzukehren.
In ein paar Stunden geht es wieder zum Flughafen und dann zurück nach Hause.

Ein letztes Mal viele Grüße aus Berlin!
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Viele Grüße, Hannes

Seit gestern morgen sind wir in Berlin. Der 1-Cent-Flug von Ryanair ging schon so früh, dass wir um 4 Uhr morgens losfahren mussten um pünktlich anzukommen…

… nach kurzem Verschnaufen im Flugzeug landeten wir dann bei Regenwetter und Schmuddelstimmung in Berlin: „Berlin du kannst so schön hässlich sein!“

Der erste Berliner Freak offenbarte uns dann schon am Fahrscheinautomat. Völlig hilf- und planlos müssen wir davor gestanden haben als der junge Mann (von der Frisur und seinem ganzen Eindruck muss er Informatiker sein) unaufgefordert half: „Also ikke würde das Berlin-Welcome-Ticket AB nehmen, nüscht ABC. Wenn ihr noch ne Kurzstrecke dazu nehmt spart ihr 20 Cent! Aber ikke muss jitz och widda weg, mein Zuch kommt jleich!“
Und weg war er.
Den Rat befolgend kauften  wir dann die Tickets und fuhren ins Stadtzentrum um zu unseren Bekannten zu kommen. Dies ging dann auch recht schnell mit einem kleinen Umweg da unser Linienplan nicht mehr aktuell war.

Wieder im Warmen angekommen gabs erst mal nen Kaffee und nette Gespäche. Ich fühlte mich schon als wäre es 18 Uhr (ich war müde vom Flug und von Frühen aufstehen) doch es war gerade mal 10 Uhr.

Trotzdessen machten wir uns dann auf den Weg zum ,Holocaust-Mahnmahl und zum Brandenbruger Tor. Das Mahnmahl war schon sehr beeindruckend gemacht und das Brandenburger Tor war auch mal cool zu sehen.

Hannes Berlin Brandenbruger Tor

Vom Tor aus haben wir dann eine zweistündige Stadtrundfahrt mit einem der roten Doppelstock-Busse gemacht, war interessant aber nicht der Bringer, man hat aber mal einen Überblick über die Stadt bekommen.

Abends waren wir dann noch mit unseren Gasteltern ;-)   bei einem Italiener mit Pizza-auf-dem-Zeigefinder-drehen – Showeinlage gut essen. Und wem ist wieder DER Patzer passiert? Klar, mir! Ich bin beim Bestellen in der Zeile verrutscht und habe dann etwas bekommen, was mir nicht so wirklich zusagte ( ich mag keine Gnoccis). Naja, man konnte es essen. Geärgert habe ich mich dann nur noch darüber, dass mein falsch gewähltes Essen teurer war als das eigentliche. Na toll!!!

Nun gehts wieder los… Vormittags noch ein bischen druch Berlin latschen, nachmittags gehts dann zu fünft zur East side gallery.

Bis dann!

Hannes

Vor einigen Tagen war ich in Köln. Dort besuchte ich zuerst die Plastinatausstellung von G. v. Hagens. Mit den Bildern der Ausstellung vor ein paar Jahren ging ich nun gespannt hinein…

Hier ein kurzer zusammenfassender Film:

Eigentlich erwartete ich eine sehr medizinische Ausstellung, dass sehr eindrückend anschaulich gemacht wird, wie unser Körper funktioniert… Doch je länger ich durch die Ausstellung lief hatte ich das Gefühl in einer Kunstausstellung zu sein, bei der eher darum ging „Kunst“ auszustellen.
Vor vielen Plastinaten stand ich nur da und fragte mich: „Wo ist jetzt der med. Fokus im Gegensatz zum vorherigen Ausstellungsstück?“

Besonders bedrückend fand ich den Teilbereich mit den Embyonen und Föten, die in schaurig düsteren Licht den Entwicklungsstadien entsprechend ausgestellt waren.
„Bin ich in der Geisterbahn!?“

Muss man den Menschen (im wahrsten Sinne) bis unter die Haut sehen, wenn Herzdruckmassage gezeigt wird?

Ich finde NEIN!

Solch ein Moment, für beide Betroffenen Anspannung und Stress pur, so einen negativ emotionalen Moment so zu zeigen finde ich persönlich nicht kunstvoll und auch nicht wissenschaftlich…

Nach der Ausstellung gings dann noch zum Kölner Dom, dort wurde mir etwas Licht geboten (was die Ausstellung nicht bot).
Ein cooler Moment!

Licht

Viele Grüße,

Hannes

…und eine Stadt ist im Ausnahmezustand…scheint ja eine explosive Mischung zu sein, wenn sogar für die ganze Stadt ein Alkoholverbot verhängt wird. Ob das was bringt? frage ich mich und als ich gerade tanken war und rein ging zum bezahlen, sah ich wie ein junger Mann an der Bierkühlung stand und dann dachte ich mir: Jetzt warte ich mal ab. Also tat ich so als würde ich noch was im Shop rumgucken und ließ den jungen Mann vor mir zur Kasse. Und er hat das Bier tatsächlich einfach so kaufen können. Das scheint ja ein sehr konsequentes Alkoholverbot zu sein… Also dann viel Spaß beim Spiel! Das einzige, was mich daran interessiert ist, dass ich gleich auf der Autobahn nicht im Stau stehe. ALso werde ich mal sehen, dass ich vor Spielende loskomme.
Schönes Wochenende und Gute Besserung für alle Kranken!
Heidi

.

Es liegt im Stillsein eine
wunderbare Macht der Klärung,
der Reinigung, der Sammlung
auf das Wesentliche.

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

Guten Morgen,

nach einer anstrengenden Woche nun mal wieder ein freies Wochenende!

Gestern in der Schule habe ich auf unserem „Büchertisch“ (jeder bringt seine alten Bücher, die er nicht mehr braucht hin, ein anderer Interessent nimmt sich dann was mit) das Buch „Märchen der nordamerikanischen Indianer“ mitgenommen.
Die Geschichte „Gut und Böse“ habe ich gestern Abend noch gelesen und möchte sie euch nicht vorenthalten. VIelSpaß beim Lesen!

Gut und Böse
(Märchen der Irokesen)

Zur Zeit der Uralten gab es zwei „Welten“ – die obere gehörte den Uralten, die untere wurde von dem großen Ungeheuer beherrscht. In der unteren Welt gab es nur völlige Dunkelheit, auch nicht ein Funken Licht war dort vorhanden. In der oberen Welt des Lichtes lebten die Uralten, die wie Menschen waren.

Einst geschah es, daß eine Frau, deren Leib schwer war, ihre Zeit gekommen fühlte. Erschöpft ließ sie sich auf einer Matte nieder, die ihr die Verwandten ausgebreitet hatten. Mit einem Male jedoch versank sie, immer tiefer verschwand sie in der dunklen Erde und fiel schließlich in die untere Welt.

Das große Ungeheuer, das aussah wie eine gehörnte Schlange, sah das Wesen aus der oberen Welt fallen und rief sogleich alle Bewohner der unteren Welt zusammen. Sie sollten an der Stelle stehen, an der die Frau niederfallen mußte. Immer noch fiel die Frau durch das Nichts, das die beiden Welten trennte. Als alle Wesen der Dunkelheit versammelt waren, beschlossen sie, einen von ihnen in die große Tiefe zu senden, um eine Handvoll jenes Erdbodens zu holen, aus dem die Welt gemacht war. Immer noch fiel die Frau durch das Nichts, das zwischen der oberen und der unteren Welt war.

Als die Erde gebracht war, bot sich Große Schildkröte an, die Welt auf ihrem gewaltigen Rücken zu tragen, damit alles bereitet sei für die fallende Frau der Uralten. So kam es, daß die Frau auf die weiche Erde fiel, die auf dem Rücken der Großen Schildkröte ausgebreitet lag. Sogleich begann die Schildkröte zu wachsen, und unermeßlich groß wurde ihr Rücken. Kurz darauf gab die Frau zwei Jungen das Leben, während sie selbst starb, kaum daß die Kinder geboren waren. Bei der Geburt aber hatte sich eine böse Absicht in den Körper des einen Jungen begeben, während der zweite Junge einen guten Geist erhielt.

Kaum hatten sich die Brüder zurechtgefunden, da begannen sie bereits zu streiten, denn Guter Geist versuchte immer wieder seinen Bruder Böser Geist von seinen Untaten zurückzuhalten. Guter Geist beschieß, die dunkle Welt müsse Licht haben, damit die Ungeheuer, vor allem die Gehörnte Schlange, vertrieben würden. Böser Geist aber wollte davon nichts wissen, sondern behauptete, daß die Welt ohne Licht viel besser sei.

Guter Geist jedoch ließ sich nicht beirren, sondern formte aus dem Körper der toten Mutter die Sonne, den Mond und die Sterne. Der Kopf der Frau wurde die Sonne, noch heute hat sie die Herrschaft über alles Licht, so wie der Kopf über den Körper gesetzt ist. Wo aber das Licht erschien, da verkrochen sich die Ungeheuer der unteren Welt und verschwanden in den tiefsten Tiefen, dorthin, wo selbst das Licht sie nicht erreichen kann.

Nachdem Guter Geist der Welt so das Licht gegeben hatte, das aus dem Körper der Mutter stammte, die zu den Uralten gehörte, beschloß er, die Erde wohnlicher zu machen. Jene Insel, die der Rücken der welttragenden Schildkröte war, sollte bereitet werden für die Menschen, die nach ihm kommen sollten. So schuf er Flüsse und Bäche, Felsen und Berge, Wiesen und Wälder und gab jedem Tier und jeder Pflanze einen Platz in seiner Schöpfung. Auch zwei Menschen schuf er, einen Mann und eine Frau, und blies ihnen in die Nasenlöcher, damit sie zu atmen begännen wie die übrigen Geschöpfe auch.

Diese beiden Wesen nannte er Ea-gwe-howe, das heißt „echte Menschen“, zum Unterschied von den Uralten, die in der oberen Welt wohnen. Den beiden Menschen aber gab er die Weltinsel auf dem Rücken der Großen Schildkröte und setzte sie ein als Wächter über alle Kreatur, denn den Menschen ist das Gut dieser Welt nur anvertraut, bis Guter Geist es ihnen eines Tages wieder abverlangt und sie Rechenschaft geben müssen über seine Berge, Wälder und Flüsse, seine Pflanzen und Tiere. Donner wurde bestellt, die Erde mit seinem Regen zu bewässern, damit Menschen, Tiere und Pflanzen gedeihen sollten. Den Sternen jedoch trug Guter Geist auf, Tage und Nächte, Jahreszeiten und Monate zu regeln und Sonne und Mond zu unterweisen, wann sie zu erscheinen hätten.

Böser Geist hatte unterdessen seine eigene Schöpfung begonnen. Hohe Berge hatte er den Flüssen in den Weg gelegt und Bäche über Felshänge geleitet, von denen sie brausend in die Tiefe sausten, um klatschend auf den Felsen zu zerschellen. Schlangen und Kröten und allerlei Ungeziefer hatte er erschaffen nach dem Vorbild jener Ungeheuer, die das Licht vertrieben hatte. Nur viel kleiner waren diese Geschöpfe geworden, denn Guter Geist sollte nichts merken von dieser Tätigkeit. Daher trug Böser Geist seinen Kreaturen auf, sich zu verstecken unter Steinen und Klippen, damit Guter Geist sie nicht gewahr würde.

Auch zwei Menschen versuchte Böser Geist zu erschaffen, aber so sehr er sich auch mühte, er konnte ihnen kein Leben einblasen, denn Böser Geist hatte nicht die Kraft, Menschenseelen zu erschaffen. Als Guter Geist sah, was sein Bruder tat, half er ihm und hauchte den beiden Gestalten Leben ein. „Da ihr vom Bösen kommt, sollt ihr ihm gehören“, sprach er, und seit dieser Zeit ist das Böse auf der Welt. Aber selbst das Böse ist ein Teil des Guten, denn Guter Geist hatte der Schöpfung seines Bruders von seinem Atem gegeben.

Böser Geist aber ruhte nicht, sondern sann auf Rache, denn er konnte es nicht verwinden, daß sein Bruder mächtiger war. Daher fing er alle Tiere, sperrte sie in eine Schlucht und ließ auch nicht ein Wesen zurück, das den echten Menschen hätte nützlich sein können. Mühsam ernährten sich diese von Pflanzen. Aber Guter Geist merkte, was geschehen war und warum die Menschen Hunger litten. Da befreite er die Tiere und forderte seinen Bruder auf, fortan nicht mehr allein über die Erde zu schweifen.

Schließlich jedoch begannen die beiden ungleichen Brüder Streit. Lange Zeit kämpften sie miteinander, aber am Ende siegte Guter Geist über seinen bösen Bruder. Böser Geist versank in die Tiefe, dorthin, wo sich die Ungeheuer versteckt halten, während Guter Geist die Erde wieder herrichtete. Böser Geist aber kehrt von Zeit zu Zeit zurück auf die Erde, um die Menschen zu erschrecken, denn Gut und Böse sind Zwillinge, Kinder einer Mutter, und jedes von ihnen hat seinen Platz in der Welt.

Nun reichts für heute! Euch ein schönes Wochenende!

Viele Grüße, Hannes

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