„Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.“ Lukas 2, 8-12
Kaum zu glauben aber nun ist schon wieder fast der 24. Dezember, es gibt Geschenke und wie jedes Jahr nahm ich mir vor, in dieser Zeit etwas ruhiger zu sein. Leider immer wieder vergeblich… Das Jahr zieht wie ein Schnellzug vorbei.
Geschenke für die Liebsten, dienstliche Weihnachtsfeiern und der Endspurt der Ausbildung… Keine Chance für eine entspannte, besinnliche Zeit.
Doch eigentlich geht es den meisten Menschen so. Man muss sich ja nur einmal ansehen, wie es auf den Straßen aussieht, wie die Leute Autofahren… Chaos & Stress pur! Es geht vom einen direkt zum nächsten „Weihnachtstermin“… Puh!
Natürlich kennen wir alle die ruhigen und idyllischen Darstellungen der Geburt Jesu. Doch war es auch so? Ruhig und idyllisch?
Schauen wir mal mehr als 2000 Jahre zurück…
Das obere Zitat gibt uns vielleicht einen Eindruck davon, was zur Zeit der Geburt Jesu passierte… Vermutlich standen einige Menschen auch sehr unter Spannung. Stell dir z.B. vor, es erscheint dir ein Lichtwesen (Engel) und verkündet dir etwas… Krass!
Auch Maria und Josef ging es damals schon so, wie uns heute. Sie waren sicher sehr gestresst und angespannt.
Sie bekam unterwegs „holterdiepolter“ ein uneheliches Kind. Auch wussten die beiden nicht wie es weitergehen sollte, sie hatten das, was sie am Leibe trugen. Sicherlich keine entspannte Situation!
Doch da war noch etwas, was sie hatten: ihr Kind. Dieses Kind wurde geliebt und angenommen. Vielleicht vergaßen sie dadurch kurz ihre Probleme oder sahen die Probleme nicht als solche.
Ein Wechsel von Spannung und Entspannung.
So gehört für mich dieser Wechsel zur Weihnachtszeit irgendwie fest dazu. Ich entwickle zu dieser Zeit viel mehr Initiative und Motivation für die Dinge, die ich machen sollte und machen muss. Und viele neue Ideen sprudeln aus mir heraus!
Ich habe dieses Jahr viel erreicht und bin an den Aufgaben gewachsen die mir das Leben und ich mir selbst stellten. Ich habe ein gutes erlebnispädagogisches Projekt für Jugendliche auf die Beine gestellt, mich fachlich und persönlich sehr weiterentwickelt. Zum Beispiel bin ich in die Gemeinde der Christen eingetreten und freundlich empfangen worden.
Viele große und kleine Schritte… immer ein Stückchen geradeaus!
Zur Weihnachtszeit ist alles irgendwie anders, egal ob man Christ ist oder nicht. Gott möchte uns an andere Dinge erinnern die im Alltag verloren gehen, doch er möchte uns nicht in toter und stumpfer Besinnlichkeit wiegen.
Das Leben ist ein ständiger Wechsel von Spannung und Entspannung, von Unschuld und Sünde, von Schuld
und Vergebung und vom Werden und Vergehen. So auch die Weihnachtszeit.
Die heilige Zeit kann, darf (und wie ich finde) muss neben der Besinnlichkeit auch Chaos und Angespanntheit enthalten, denn nur durch diese Anspannung weiß man die Entspannung wirklich zu schätzen.
Somit wünschen wir alles erdenkliche Gute, eine turbulente, stürmische und damit verbundene erfolgreiche Zeit, sowie ruhige und besinnliche Stunden!
Ein Frohes Fest!
